die mauer – novembergedanken

die mauerNovember. Es ist trüb. Passend zur Jahreszeit und diesen Tagen, eingeklemmt zwischen Totensonntag und Volkstrauertag. Gerade wurde der 25. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer gefeiert. Diese Mauer ist nun weg. Doch es gibt noch mehr Mauern. Mauern, die sich durch unser Leben ziehen. Mauern, die am Ende stehen. Mauern, die sich nicht einreissen lassen. Oder doch?

Bei manchen Mauern muss man genauer hinschauen, um sie zu sehen, bei manchen muss man wollen, dass man sie sieht. Und manchmal ist man überrascht, was man sieht, wenn man sich traut hinzuschauen. Diesen Beitrag weiterlesen »

das besondere bild (für mich)

Klar, irgendwie findet man natürlich alle Bilder gut, die man veröffentlicht. Aber es gibt daneben Bilder, die man besonders gut findet. Und das kann vielerlei Gründe haben, inhaltlich, formal, technisch. Ich habe mir vorgenommen, nun immer dann, wenn ich ein solches Bild gemacht habe, dieses besonders herauszustellen, losgelöst von der Serie, in deren Kontext es vielleicht entstanden und dort nur eines von vielen ist.

mauerballon

 

Ich glaube, was mir an dem Bild gefällt ist die doppelte Abstraktion: Es zeigt die Abstraktion einer Abstraktion. Genauer gesagt handelt es sich hier um eine Aufnahme eines Ballons, der im Rahmen der Installation „Lichtgrenze“ anlässlich des 25. Jahrestages des Falls der Berliner Mauer aufgestellt wurde. Wer hätte es erkannt? Ohne das Wissen um diese Umstände reduziert sich die Aufnahme auf Licht, Farbe, Flächen und Linien. Und diese gefallen mir in dem Fall richtig gut.

 

Paris – ein Stadtspaziergang!

paris belleville

Paris – die Stadt der Liebe! Die Stadt der Liebe? Ich habe sie anders erlebt. Nach dem ich erst herausfand, dass Paris im Kern flächenmäßig wesentlich kleiner als Berlin ist, wurde mir auch klar warum. Es leben einfach zu viele Menschen auf zu engem Raum. Das muss unweigerlich das Gefühl von Enge und Hektik vermitteln. Und dann die vielen Touristen. Bin ich schon von Berlin deswegen manchmal angenervt, so wird das von Paris noch getoppt. Und wenn man sich dann doch auch auf die Touristenpfade begibt um die prominenten Sehenswürdigkeiten der Stadt zu anzuschauen schauen, dann braucht es ein gewisses Maß an Gelassenheit. Aber die Stadt entschädigt eben auch mit genau deren Anblicken. Also, Augen auf und durch! Ach ja, und die Liebe habe ich dann doch noch gefunden, auf dem trubeligen Trocadero, wo sich Hochzeitspaare vor dem Eiffelturm  fotografieren lassen …

Hier geht es zu den Bildern.

 

Paris – city of love! The city of love – really? I made a different experience. And after I’ve learned, that Paris is much smaller than Berlin but wih much more inhabitants per m² it’s no wonder. There are just to many people living there. Then it’s normal  that you have got the feeling of hustle and bustle. And there are so many tourists … . They are already getting on my nervs in Berlin … (sometimes). And if you follow the normal touristic paths, then you need to be really relaxed … . But on the other hand you will be compensated by the view of all those nice and famous places of interest. By the way, finally I found the love at Trocadereo, where bridal pairs used to take pictures in front of the eiffel tower …

Here you find all the pictures.

 

 

Ausstellungseröffnung in Paris / Opening in Paris

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Arc de Triomphe, Champs Élysées, Tour Eiffel – und meine Bilder mittendrin, wer hätte das gedacht? Am vergangenen Freitag fand die Vernissage zu meiner Ausstellung in Paris statt. In vornehmen Pariser 17. Arrondissement wurde in den Räumen von Aden Immo meine Ausstellung „the beauty of ruins“ eröffnet. Es war ein schöner Abend mit interessanten Gästen, leckeren hors d’oevres und Champagner.

Die Bilder sind dort noch für ein halbes Jahr zu sehen. Wer also am Freitag nicht dabei sein konnte, in Paris weilt und den Louvre und das Musée d’Orsay schon kennt … . An dieser Stelle möchte ich meinen Dank an David und die Mannschaft von Aden Immo, insbesondere auch an Anne Charlotte aussprechen, die die Ausstellung in Paris möglich gemacht haben.

Die einzelnen Bilder zur Vernissage gibt es als slideshow unten zu sehen.

 

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Arc de Triomphe, Champs Élysées, Tour Eiffel – who has ever thought to see my pictures in this environment? Not me … . Last Friday the vernissage of my exhibiton “the beauty of ruins” took place in Paris. In the noble 17th arrondissement of Paris the exhibition was opened in the rooms of Aden Immo. It was a nice evening, with interesting guests, tasty hors d’oevres and champagne.

The pictures can still be seen there for six months. So who could not join us at the vernissage, and who is in Paris anyway and don’t feel like going to the Louvre or the Musée d’Orsay … . Finally I would like to thank David and the team of Aden Immo, and especially Anne Charlotte, who made this exhibition possible.

The single pictures from the vernissage can be seen below.

 

 

 

365 Tage / 365 Bilder – eine Langzeiterfahrung

365-Collage

 

Jetzt ist es also geschafft, 365 Tage liegen hinter mir. 365 Tage an denen ich jeden Tag (mindestens) ein Bild produziert habe. 365 Tage, an denen es mal spielend gelang oder auch mal quälend war. Immer aber ist es mir gelungen, dann doch noch etwas zu liefern.

Zuweilen hat mich das Vorhaben an einen Marathonlauf erinnert …. Man startet ambitioniert und voller Elan, dann kommen die Momente des Zweifelns, in denen man sich fragt, warum man das alles macht. Aber in der ersten Zeit werden diese Zweifel noch mit Ideen und Tatendrang im Zaum gehalten. Irgendwann dann kommt der Moment, hier bitte weiterlesen

365 tage / 365 bilder – monat 12

september14

So, nun ist es geschafft. 365 Tage sind vergangen, 365 Bilder sind gemacht. Es macht mir riesig Freude, die lange Liste der Bilder durchzuschauen , das Gefühl, das Projekt zu Ende gebracht zu haben. Mehr kann und mag ich jetzt noch gar nicht sagen. Für ein Resümee ist es wohl zu früh, das braucht wohl etwas mehr Abstand. Ich freue mich auch, nun wieder etwas zwangloser mit der Kamera umgehen zu “dürfen”. Der Blick zurück geht nicht ohne den Blick nach vorn – ich bin gespannt, was als Nächstes kommt …

Alle Bilder gibt’s hier zu sehen.

 

So, it’s done now. 365 days are gone, 365 pics are taken. It’s a big pleasure for me to watch this long list of pictures, the feeling, having brought this project to an end. More I can’t and I don’t want to say at the moment. I guess it’s too early for a summary, that needs a bit more distance. I’m happy that now I feel a little less forced to take the camera. But there’s no  view back without looking forward – I’m curious to see what comes next …

All pics can bee seen here.

 

Alte Pracht in der Warteschleife

treppe

Wenn man das Gebäude von außen betrachtet, dann macht es gar nicht den Eindruck, dass es eigentlich schon seit Jahren ungenutzt ist und leer steht. Aber das liegt wohl daran, dass es mitten in der Berliner City liegt und zudem gut gesichert ist. So fehlen die äußerlichen Attribute eines typischen Lost Places, Graffiti und eingeschlagene Scheiben und Türen. Wenn man dann jedoch genauer hinschaut, dann verraten die in den Regenrinnen wachsenden Bäumchen und die blinden Fenster doch, dass es sich um einen verlassenen Ort handelt.

Erst Bank, dann Ministerium, zum Schluss profanes Verwaltungsgebäude, wartet es heute auf eine neue Nutzung. Schön, dass ich vorher Gelegenheit hatte, es im Wartestand zu fotografieren.

Doch schauen Sie selbst, hier geht es zu den Bildern.

 

When you watch this building, you don’t guess, that it isn’t used for years and that it’s standing empty. But this is maybe because it’s in the middle of Berlin and it is well protected, too. I think, that’s why you don’t find the typical attributes of an abandoned place, graffiti, broken windows and doors. But if you look a little bit closer, than you can find the typical signs as “blind” windows and small trees growing on the roof and you see, that it is a lost place.

At first built and used as a bank, than ministry and finally simple administration building, now it’s waiting of a new purpose. I’m happy that I had the opportunity to take pictures.

Here you can find the pictures.

das besondere bild (für mich)

Klar, irgendwie findet man natürlich alle Bilder gut, die man veröffentlicht. Aber es gibt daneben Bilder, die man besonders gut findet. Und das kann vielerlei Gründe haben, inhaltlich, formal, technisch. Ich habe mir vorgenommen, nun immer dann, wenn ich ein solches Bild gemacht habe, dieses besonders herauszustellen, losgelöst von der Serie, in deren Kontext es vielleicht entstanden und dort nur eines von vielen ist.

vintage bike

Tagelang bin ich nun an dem alten Fahrrad vorbeigefahren und jedes Mal sagte ich mir, dass ich auf jeden Fall mit Kamera wieder kommen müsste. Heute habe ich es dann endlich geschafft. Und bei der Bearbeitung des Bildes entwickelte sich die Aufnahme genau so, wie ich sie die ganze Zeit vor meinem geistigen Auge schon gesehen hatte, klare Linien, starke Kontraste und minimalistische Bildgestaltung. Rausgekommen ist für mich ein Bild, welches ich selber sehr gerne (immer wieder) betrachte. Das sind Momente, wo mir die Fotografie besonders viel Freude bereitet.

 

365 tage / 365 bilder – monat 10

juli2014_web

Ich muss zugeben, der Juli war der bislang herausforderndste Monat. Da war zum einen die Fußballweltmeisterschaft, die meine ungeteilte Aufmerksamkeit forderte, zum anderen war in dem Monat mein Umzug, der meine gesamten Ressourcen band. So ist es dann tatsächlich auch erstmalig passiert, dass ich keine Bilder gemacht habe – gewissermaßen “wegen Umzug geschlossen”.

Alle Bilder gibt es hierzu sehen.

 

I have to confess, that the last month was the hardest month until now. There was the Soccer Worldcup I was really interested in and I moved to a new apartement. So it happened the first time, that I didn’t take any picture at all.

All pictures can be seen here.

 

vergnügungspark / amusement park

schwäne

Obwohl das Gelände von weitem an dem Riesenrad gut erkennbar ist, fällt es schwer, dann doch den richtigen Zugang zu finden. Der Plänterwald in Berlin mutet wie ein Dschungel an. Aber schließlich ist der verabredete Treffpunkt doch gefunden und ich kann mich auf die lang gewünschte Tour durch den ehemaligen Vergnügungspark machen. Die Jahre des Stillstands haben mehr als deutlich ihre Spuren hinterlassen. Wind und Wetter haben das ihrige getan, Vandalen gaben den Rest. Dennoch gibt es noch viel zu entdecken und zu sehen. Das mit dem Stillstand stimmt übrigens nicht ganz, denn das Riesenrad dreht sich immer noch, angetrieben vom Wind, und macht damit eigentümliche fast gespenstische Geräusche. Und wenn man die Augen schließt, dann glaubt man auch die Stimmen der Menschen, die Geräusche der Fahrgeschäfte zu hören, wie sie damals wohl geklungen haben, als hier alles noch in Betrieb war.

Zur Bildergalerie bitte hier lang …

 

Although you can see the big wheel from far away it’s not easy to find the entrance easily. The Plänterwald seems to be a jungle. But finally I found it and I could start the tour in this well known former amusement park. You can find the marks the time left behind in all those years of downtime. Wind and weather, and unfortunately vandalism too. However, there are still a lot of  things to be discovered and to be seen. And actually it’s not downtime everywhere, because the big wheel is still going round, slowly and with a spooky noise, driven by the wind. And if you close your eyes, then you can imagine to hear the noises of the visitors and sounds of the carousels, just the way they may have sounded in former times.

All the pics you find here …