das fahrrad vor der tür

ai weiwei 's fahrrad

Wie ein Fahrrad zum Sinnbild von Engstirnigkeit, Intoleranz und Repression wird.

“Vor die Drehtür zum Gropius-Bau stellen die Ausstellungsmacher gerade ein Fahrrad, made in China. Im Korb ein üppiger Strauß leicht duftender weiß-rosa Tulpen. Der Absender sagt damit also durch die Blume, was zu sagen ist. Ein Mittel stumm-beredter Kommunikation; eine höflich-hintersinnige Botschaft nach Berlin, das Ai Weiwei, der in China nicht ausstellen darf, eingeladen hat, wohin Pekings Führung ihn aber bis dato nicht reisen lässt. Wie sollte das auch gehen, ohne Pass. Den hat er schon seit drei Jahren nicht mehr, seit ihn Maos Erben am 3. April 2011 eingesperrt hatten, 81 Tage lang und ohne Anklage an einem unbekannten Ort.” (aus Berliner Zeitung vom 8.4.2014).

Das Bild ist im Rahmen meines Projektes 365 Tage / 365 Bilder entstanden. Alle Bilder gibt es hier zu sehen.

 

365 tage / 365 bilder – monat 6: halbzeit

märz_580Px_75dpiNun sind 6 Monate geschafft. Der letzte war teilweise ziemlich zäh und ich hatte schon das eine oder andere Mal gedacht aufzugeben. Aber ich bin froh es nicht getan zu haben und weiter dabei bin. Ein Fazit zur Halbzeit kann ich irgendwie nicht ziehen. Ich kann nicht einschätzen, ob ich jetzt nach einem halben Jahr meine fotografischen Fertigkeiten verbessert habe. Aber ich merke, wie sehr ich meine Umwelt(immer mehr) fotografisch wahrnehme. Meine Wahrnehmung ist geschärft und betrachtet vieles unter dem Aspekt der Möglichkeit, es abbilden zu können. Nun bin ich gespannt, was die nächsten 6 Monate bringen werden.

Alle Bilder gibt es hier zu sehen.

 

Das besondere Bild (für mich)

Klar, irgendwie findet man natürlich alle Bilder gut, die man veröffentlicht. Aber es gibt daneben Bilder, die man besonders gut findet. Und das kann vielerlei Gründe haben, inhaltlich, formal, technisch. Ich habe mir vorgenommen, nun immer dann, wenn ich ein solches Bild gemacht habe, dieses besonders herauszustellen, losgelöst von der Serie, in deren Kontext es vielleicht entstanden und dort nur eines von vielen ist. stillleben

Anfangen möchte ich mit diesem Bild hier. Immer schon war ich fasziniert von den Stillleben der alten Meister, opulent gedeckte Tafeln in oft düsterer Szenerie. Ich verstehe zu wenig von Malerei, um genau sagen zu  können, was genau nun den Reiz dieser Bilder ausmacht, ob es die Lichtsetzung, die Farben oder vielleicht ganz was anderes ist, was ich nicht mal benennen kann. Oder vielleicht war es auch bloß der alte Schinken, der immer bei meiner Großmutter hing und an dem ich mich im wahrsten Sinne des Wortes nicht satt sehen konnte – gezeigt wurde eine ebensolche opulente Tafel mit Obst, Gemüse, Fleisch und Wein. Immer schon hatte ich im Kopf, so etwas mal fotografieren zu wollen bzw. fotografisch nachbilden zu wollen. Wie es der Zufall nun so wollte, kam mir das wieder in den Sinn, als ich jetzt schwerbepackt mit meinen Einkäufen nach Hause kam und ohnehin ein Bild des Tages im Rahmen meines 365-Tage-Projektes fällig war. Material für das Bild hatte ich also genug.  Stellte sich nur die Frage, ob ich es schaffen würde, mit den mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, diese typische, düstere Szenerie nachzustellen. Die Basis hierfür habe ich natürlich mit dem bereits leicht unterbelichteten Foto gelegt. Der Rest musste dann in der Nachbearbeitung erfolgen. Allerdings hielt sich die Bearbeitung in Grenzen, etwas Farbkorrektur, Helligkeit, Kontrast nachgeregelt, Vignettierung hinzugefügt – fertig. Und ich hatte endlich mein Stillleben.

 

365 tage / 365 bilder – monat 5

februar

Monat 5 des Projekts ist vorüber. Ein Großteil der Aufnahmen im Februar entstanden während meines Aufenthalts in Venedig. Es fiel entsprechend schwer, dann, wieder zurück in Berlin, hier wieder auf die tägliche Motivjagd zu gehen. Venedig strotzt nur so vor Motiven. Aber ist das wirklich so? Kurzzeitig kam mir der Gedanke zu versuchen Berlin so zu sehen, wie ich Venedig gesehen habe, als Tourist, mit einer großen Portion Neugier und fotografischem Tatendrang. Ich scheue mich aber immer davor, allzu touristische Aufnahmen zu machen, wie man sie vielleicht schon tausend Mal gesehen hat. Diese Gedanken sind an einem fremden Ort auch da, aber es ist leichter für mich zu akzeptieren, dass ich dort auch solche Fotos mache. In Berlin scheint der Anspruch ein anderer zu sein. Hmmm ….

Hier geht es zu den Bildern

The 5th month of my project is over. A bigger part of my pictures in february were taken in venice. So it was not easy – back again in Berlin – to find my daily motive here in Berlin again. Venice is full of motives. But is it really like that? Briefly I thought by myself to see Berlin like I saw venice, as a tourist with a big portion of curiosity and ready for photographic action. But I always avoid to take too touristic pictures, the way, they were seen a thousand times. Of course I think the same when I am at foreign places, but there I can accept it better to take pictures like this. It seems to be, that my demands are different in Berlin …

Here you find the pics

 

 

venedig / venice

venedig, san croce

 

Venedig. Sehnsuchtsort. Und wenn man einmal dort war, dann versteht man auch warum. Dem Auge bieten sich immer wieder Anblicke, die es so nirgendwo sonst auf der Welt gibt. Und diese sind bunt, vielfältig, skurril, historisch, gewöhnlich, aber niemals langweilig. Eigentlich wollte ich in Venedig andere Bilder machen. Bilder von Venedig im Winter, verlassen, grau und melancholisch. Nun hatte ich aber das Pech, dass das Wetter dabei ganz und gar nicht mitspielen wollte und einfach viel zu sonnig und fröhlich war. Außerdem hatte die ursprüngliche Reiseplanung eine Änderung erfahren, die im Ergebnis dann zu anderen Bildern führte. Aber das ist eine andere (schöne) Geschichte … .

 

Eine Auswahl der Bilder meiner Reise nach Venedig können Sie hier sehen.

 

 

Venice. Place of desire. And if you were there once, you know why. There you can see things, which you can’t see everywhere else. It’s colourful, manifold, bizarre, historical, ordinary, but never boring. Actually, I wanted to take a different kind of pictures in Venice. Pictures of Venice in wintertime, abandoned, grey and melancholic. But I was’nt lucky, the weather had other plans and so it was too sunny and friendly for that. Besides of that my original plans for this journey had been changed, what finally led to different pictures. but this is another (very nice) story … .

A selection of my pictures from venice you can find here.

 

ausstellungseröffnung

_DSC9146_580 Px_75dpi

Heute wurde meine Ausstellung in den Räumen des Bundesministeriums der Finanzen in Berlin eröffnet. Noch bis zum 4. April sind meine Bilder an diesem selbst so interessanten und für die deutsche Geschichte bedeutsamen Ort zu sehen, wo rüber ich mich sehr freue. Leider ist die Ausstellung nicht ohne Weiteres öffentlich zugänglich. Interessierten Personen möchte ich jedoch trotzdem die Möglichkeit bieten, sich die Ausstellung anzuschauen und biete daher die Möglichkeit, während der Laufzeit der Ausstellung jeweils freitags (außer 14.2.) zwischen15:00 und 17:00 Uhr mit mir gemeinsam nach Absprache (kontakt @sichtbarkeiten.de) die Ausstellung anzusehen.

2und3_580Px

365 tage / 365 bilder – Monat 4

januar2014_580PxNun ist der 4. Monat geschafft. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Aber, in diesem Monat war es auch eine Herausforderung am Ball zu bleiben und nicht aufzugeben. Da ist die Dunkelheit und die Kälte, aber da sind auch andere Aktivitäten, die es manchmal schwer machen, dann noch das Foto des Tages zu machen. Aber je länger ich durchhalte, desto größer wird die Hemmung, dann doch noch aufzugeben.

 

So, the fourth month is done. And it’s unbelievable how the time is running. But this month it was a real challenge to keep on doing the project and not to give up. It’s dark and it’s cold, and there are other  - not less important – things to do that it’s sometimes hard to take the picture of the day. But the longer I do the project, the more it gets difficult to give it up.

 

“detailverliebt – architektur meiner fotografie”

ausstellung_bmf_580PxDas ist der Titel für meine neue Ausstellung, die vom 3. Februar bis zum 4. April 2014 im Bundesministerium der Finanzen in Berlin gezeigt wird. Ich freue mich, meine Bilder an diesem besonderen Ort zeigen zu können. Leider ist die Ausstellung aus Sicherheitsgründen nicht frei zugänglich. Ich bin aber gerne bereit, interessierten Besuchern nach Absprache Freitags jeweils zwischen 15:00 und 17:00 Uhr persönlich den Zugang und das Anschauen zu ermöglichen. Wer Interesse daran hat, kann mir gerne eine e-mail an kontakt@sichtbarkeiten.de schicken, so dass wir dann die Einzelheiten verabreden können.

Weitere Informationen zu der Ausstellung können der verlinkten pdf-Datei (Plakat_BMF) entnommen werden.

 

2013 Jahresrückblick / a year in review

2013CollageV2_web_580PxDas Jahr ist fast zu Ende, ein guter Zeitpunkt für einen kurzen Rückblick aus fotografischer Sicht (auch, wenn es jetzt nicht sonderlich originell ist). Hervorheben möchte ich zwei Reisen, die ich in 2013 unternommen habe, nach Portugal und nach Rumänien. Diese haben mir gezeigt, dass die Reisefotografie durchaus ein Gebiet ist, welches mir besonders Spaß macht und welches mir (vielleicht) auch besonders liegt. Aber auf jeden Fall machte es mir besonders viel Spaß, diese Orte mit der Kamera in der Hand zu entdecken. Für 2014 habe ich auch mindestens 2 Reisen geplant, eine im Februar nach Venedig steht schon fest.

Hervorzuheben sind auch zwei Ausstellungen, die ich in 2013 hatte. Diese kamen ziemlich überraschend und es freute mich besonders, dass ich auch das erste Mal außerhalb Berlins meine Bilder zeigen konnte. Für 2014 stehen jetzt schon zwei Ausstellungen fest. Im Februar / März werde ich meine Bilder unter dem Titel „detailverliebt – architektur meiner fotografie“ im Bundesministerium der Finanzen zeigen. Und wenn alles gut geht, gehen meine Bilder aus der Reihe „the beauty of ruins“ im September auf die Reise nach Paris.

Schließlich habe ich in 2013 ein Projekt – 365 Tage / 365 Bilder – begonnen, was nun zu einem Viertel abgeschlossen, mich aber in 2014 noch länger beschäftigen wird, wo rüber und worauf ich mich auch sehr freue.

 

Ich habe mal den Versuch unternommen, aus dem Jahr 2013 meine persönlichen Lieblingsbilder auszuwählen und in diese Collage gepackt, meine Bilder des Jahres.

 

Ich möchte an dieser Stelle allen danken, die sich für meine Fotografie interessieren und mich mit ihren Rückmeldungen bestätigt, kritisiert, ermutigt haben. Denjenigen, aber auch allen anderen wünsche ich einen guten Start ins Neue Jahr und alles Gute für 2014!

 

The year has almost gone and this is a good moment to review the year from a photographic point of view (even when it’s not especially original at this time). There were two travels I made in 2013, to Portugal and to Romania. Those showed me, that this genre of photography is something I really like to do and which gives a lot of pleasure to me and that I’m (possibly) talented for this genre. But anyhow, it was a lot of fun to discover these places with my camera. For 2014 I’ve planned at least 2 travels, one to Venice in February is already booked.

There were also 2 exhibitions in 2013. They were both unexpected but nevertheless a big pleasure, especially one gave the opportunity to show my pictures outside of Berlin the first time. For 2014 there are already 2 exhibitions planned, one in Berlin again (in February / March in the Federal Ministry of Finance with the title „detailverliebt – architektur meiner fotografie“). And the other one with picture of my series „the beauty of ruins“  in Paris, if everything works out well.

And finally, I started in october 2013 a longtime project – 365 day / 365 pics – and there a still lot of pics to do in 2014 and what I’m looking forward to.

 

I tried to pick my personal favorite picturse of  2013 and make a collage of them, my pictures of the year.

 

At this point I would like to thank all the people who were interested in my photography, and who liked, criticized my pictures and encouraged me by doing so. To them and everybody else I wish a wonderful beginning of the upcoming year and all the best for 2014.

 

scheisse weihnacht oder ein weihnachtsmann hat’s auch nicht leicht …

collage_580PxDiese Weihnachtszeit, die ist ganz schön anstrengend. Ich glaube, auf keine Zeit passt der Spruch”weniger ist mehr” besser als jetzt. Nur mit dem Beherzigen ist das so eine Sache … . Kommerz und Konsum überall. Überhöhte Erwartungen und Ansprüche auf der einen, Ignoranz und Ablehnung auf der anderen Seite. Da fällt es vielen schwer, so zueinander zu kommen, wie es für diese Zeit eigentlich gedacht ist. Das schafft dann sogar den Weihnachtsmann.

 

Christmas time is rather stressing. I think there’s no other time where you can better say “less is more”.  But it’s quite difficult to act like this. Commerce everywhere. Exaggerated expectations on the one side, ignorance on the other. So it’s hard to come together like it is meant to for this season. That even kills Santa Claus.