das besondere bild (für mich)

fussballeuphorie_web

Klar, irgendwie findet man natürlich alle Bilder gut, die man veröffentlicht. Aber es gibt daneben Bilder, die man besonders gut findet. Und das kann vielerlei Gründe haben, inhaltlich, formal, technisch. Ich habe mir vorgenommen, nun immer dann, wenn ich ein solches Bild gemacht habe, dieses besonders herauszustellen, losgelöst von der Serie, in deren Kontext es vielleicht entstanden und dort nur eines von vielen ist.

Morgens um 6:30 Uhr, ich auf dem Weg ins Büro, und (Fußball-) Deutschland in Zeiten der Europameisterschaften. Etwas ist anders als in den vergangenen Jahren seit 2006, als in Deutschland die große Fußballbegeisterung einzog und sich dieses auch allseits im Straßenbild wiederfinden ließ. Hatte man damals einen unverkrampften Umgang mit der eigenen Nationalität gefunden, so scheint sich das in diesen Zeiten verändert zu haben. Und das Bild kann hierfür sehr gut als Sinnbild dienen. Aber vielleicht irre ich mich ja auch.

 

auf den hund gekommen …

collgae

… bin ich jetzt zwar nicht, aber für Tiere kann ich mich im Moment im Zusammenhang mit meiner Fotografie ziemlich begeistern. Das liegt daran, dass ich nun die technischen Möglichkeiten habe, die Tiere formatfüllend abzubilden. Die bisherigen Aufnahmen habe ich im Zoo gemacht und in schwarz weiß ausgearbeitet. Das funktioniert ziemlich gut. Diesen Beitrag weiterlesen »

zoo – logisch, Teil 2

eisbaer

Vor einigen Wochen war ich bereits schon einmal in einem Zoo (Zoologischer Garten) unterwegs, um dort ein lang geplantes Vorhaben zu realisieren. Es sollte um Tierportraits gehen. Nun habe ich mich ein zweites Mal aufgemacht, dieses Mal in den Tierpark. Hierbei stand aber vor allem der Test eines neuen Objektivs im Vordergrund. Dieses habe ich für eine bevorstehende Reise nach Spitzbergen beschafft, um dort Motive abzulichten, die aus verschiedenen Gründen nicht so zugänglich sind, Eisbären zum Beispiel.

Fazit der Unternehmung ist, dass das Objektiv mit seiner maximalen Brennweite von 500mm bei beachtlicher Bildqualität zwar schon reichlich Spielraum bietet, aber es dann doch oftmals noch einer Nähe zum Motiv bedarf, um detailreich und formatfüllend zu fotografieren. Aber zur Not, und wenn es das Motiv und die Lichtsituation zulässt, kann ich mir noch mit einen 2-fach Telekonverter behelfen. Insgesamt aber kann ich festellen, dass mit dieser langen Brennweite Aufnahmen möglich werden, wie ich sie mir vorgestellt habe.

 

Doch sehen sie selbst, alle Bilder, auch die vom Besuch im Zoologischen Garten,  gibt es hier zu sehen.

 

 

oste(r)n

ostern im osten

Kürzlich war ich im c/o berlin in einer Fotoausstellung und habe mir Bilder von Ulrich Wüst (http://www.co-berlin.org/ulrich-wuest) angeschaut. Die Ausstellung zeigt Aufnahmen aus der ehemaligen DDR bzw. später den neuen Bundesländern. Diese sind in inhaltlicher, aber auch formaler und gestalterischer Sicht sehr sehenswert und sprachen mich sehr an. Das mag daran liegen, dass ich ein Faible für Vergangenes habe, mich die Melancholie der Geschichte berührt. Vielleicht ist es die Tristesse der Grautöne, die diese Gefühle hervorrufen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich selbst aus dem anderen Teil unseres heute gemeinsamen Landes komme und dieser Mangel an Farbigkeit für mich (immer noch) etwas Exotisches darstellt. Paradox? Mag sein.

Jedenfalls fühlte ich mich inspiriert, etwas Ähnliches zu versuchen. Und tatsächlich lassen sich auch heute noch solche Aufnahmen machen, 20 Jahre nach dem Untergang dieses Staates, Heimat des städtebaulichen grau in grau. Da ist noch Luft für den einen oder anderen Eimer Farbe …

Ostern war nun eine gute Gelegenheit für den Osten, freie Zeit und gewissermaßen vor der Tür … .

 

Alle Bilder gibt es hier zu sehen.

 

istanbul – rendezvous von abend- und morgenland

istanbul - blaue moschee

 

Istanbul, die Stadt zwischen Orient und Okzident, die Stadt auf sieben Hügeln, die Stadt der viertausend Moscheen, die Stadt so fremd und doch auch nah. Und auch die Stadt, die heute so oft im Zentrum des Nachrichtengeschehens ist, sei es wegen Bombenterror, sei es wegen Flüchtlingskrise oder einfach wegen eines Mannes, der sich anschickt, einem Land ein anderes Gesicht zu geben.

Ich hatte effektiv drei Tage Zeit in Istanbul zu fotografieren. Gerade genügend Zeit, an der Oberfläche zu kratzen, ein kleinen Eindruck davon zu bekommen, was diese Megametropole mit 20 Millionen Einwohnern ausmacht. Aber mehr als genug, auch vom Charme diese Stadt an der Nahtstelle zwischen Abend- und Morgenland gefangen genommen zu werden.

 

Doch sehen Sie selbst, hier gibt es alle Fotos zu sehen.

 

 

Jahresrückblick 2015

collage2015

Und wieder ist ein Jahr vorüber. Kein besonders gutes, aber auch kein besonders schlechtes. Aber damit kann man ja eigentlich auch schon zufrieden sein.
Fotografisch betrachtet war es sehr abwechslungsreich und stand ganz im Zeichen der Reisefotografie. Das Jahr begann an der winterlichen Ostsee auf Rügen. Dann führte mich mein Weg in die Normandie und nach Paris. Im Sommer ging es zu Fuß über die Alpen durch Österreich bis nach Italien. Zu Ende ging das Jahr dann auf Kuba. So habe ich sehr viele schöne Orte gesehen und mir mit Kuba einen großen, lang gehegten fotografischen Wunsch erfüllen können. Und natürlich waren auch wieder ein paar Lost Places dabei, um den fotografischen Reigen abzuschließen.

Der Rückblick bietet auch Gelegenheit für einen Ausblick auf das kommende Jahr. Fest (und kurz bevor) steht schon eine Reise nach Istanbul, eine in die USA kommt möglicherweise ebenfalls zustande.

Und die Gelegenheit ist natürlich günstig, an dieser Stelle allen, die den Weg auf meine Seite gefunden haben, ein glückliches, gesundes und erfolgreiches 2016 zu wünschen!

 

Im Tal von Vinales

Im Tal von Vinales

Neben Havanna empfiehlt der Reiseführer dem Kubareisenden unbedingt auch einen Besuch in Vinales. Dieser kleine Ort liegt nordwestlich der kubanischen Hauptstadt in der Region Pinar del Rio.

Der Ort liegt im gleichnamigen Tal von Vinales, welches zu einem großen Teil auch ein geschützter Naturpark ist. Das liegt daran, dass die topographischen Besonderheiten in dem Gebiet – die Mogoten genannten Berge – einmalig so auf der Welt sind. Und tatsächlich ist dieser Landstrich mit den vielen Feldern, der roten Erde und der üppigen Vegetation, eingebettet in eine pittoreske Berglandschaft, ein Reise wert.

Vinales selbst ist sehr klein und der Tourismus prägt das Bild des Ortes. Ebenso wie der Tabakanbau. Insgesamt macht die Gegend einen vergleichsweise wohlhabenden Eindruck, was sich an gepflegten Häusern und intakten  (Haupt-) Straßen zeigt. Dieser sehr bescheidene Wohlstand ist wohl dem Tabakanbau – hier kommen die weltberühmten Zigarren Kubas her – und dem florierenden Tourismus geschuldet. Aber eben dieser war mir dann am Ende zuviel und so fand ich dann auch, dass, trotz der vielen schönen Eindrücke, 5 Tage dort ausreichend sind … .

 

Alle Bilder gibt es hier zu sehen.

 

Havanna – wo Sehnsucht und Hoffnung aufeinandertreffen

Malecon, Havanna

Havanna ist nicht schön. Jedenfalls nicht im strenggenommen Sinne. Dennoch ist es für viele ein Sehnsuchtsort. Der Verfall ist allgegenwärtig, Lärm und Gestank von Müll und Abgasen findet sich vielerorts. Aber das ist es nicht, was Havanna so reizvoll und interessant macht. Havanna ist wie eine Reise in historischer Kulisse, in der man vergessen hat das Äußere dem modernen Leben der Menschen anzupassen. Diese charmante, morbide Erscheinung zeigt sich in maroden Straßenzeilen und an amerikanischen Straßenkreuzern aus der Mitte des vergangenen Jahrhundert. Havannas Reiz ergibt sich aus der Erinnerung an vergangene, vielleicht bessere Zeiten. Es fällt nicht schwer, sich beim Gang durch Havannas Straßen vorzustellen, wie schön die Stadt einst gewesen sein muss, bevor der Verfall Einzug hielt. Havannas Reiz ergibt sich aber vor allem auch aus den Menschen, die dort Leben, die dem Leben und den Reisenden mit einer offenen lebensfreudigen Art begegnen, die im Widerspruch zu den schwierigen Lebensumständen dort stehen.

Doch für all das haben die Einwohner Havannas, die Habanero, keinen Blick. Verständlicherweise. Der Alltag lässt dafür keinen Raum. Havanna scheint im Aufbruch. Die Hoffnung der Menschen dort auf Veränderungen ist groß, doch kann niemand genau sagen, wie diese einmal aussehen werden. Die immer mehr ins Land kommenden Touristen mehren hierbei den Wunsch, auch am Wohlstand teilzuhaben. Es ist die offensichtliche Diskrepanz zwischen dem vermeintlichen Reichtum der Touristen und der schwierigen Lebensumstände der Habaneros die viele Entwicklungen in Havanna, gute wie schlechte, katalysieren.

So finden sich in Havannas Straßen die Hoffnungen der Habaneros und die Sehnsüchte der Reisenden zusammen.

 

Alle Bilder gibt es hier zu sehen.

 

zoo – logisch

gorillaIch wollte immer schon mal Portraits von Tieren machen. Da traf es sich gut, dass ich mir einen Telekonverter zugelegt hatte, den ich auch noch dringend ausprobieren wollte. Der frühlingshafte Novembertag schien ein letztes Argument gewesen zu sein, den Plan nun in die Tat umzusetzen.

Im Zoo war es dann eher komisch. Auf der einen Seite die vergnügten Menschen, die sich des sonnigen Wetters und dieses Sonntagsausflugs freuten, auf der anderen Seite die vielen Tiere, eingesperrt in (gemessen an den natürlichen Lebensräumen viel zu kleinen) Gehegen, Käfigen und Glaskästen. Besonders bei den uns Menschen nahe stehenden Menschenaffen fiel mir diese Diskrepanz besonders auf und stimmte mich traurig. Diese traurigen Augen der Tiere … .

 

Alle Bilder gibt es hier zu sehen.

 

 

gestrandet

gestrandetEs ist ein schlimmes Gefühl, wenn man erkennt, dass die Dinge anders laufen, als man sie einmal geplant hatte. Insbesondere, wenn es einen klaren Plan gab und dann Dinge dazwischen kommen, die man selbst nicht zu verschulden hat. Und dann findet man sich in einer Situation wieder, die mit der eigentlichen Planung nichts mehr zu tun hat.
Sehr deutlich wird das in der Nacht an einem großem Bahnhof, wo sich Menschen zusammenfinden, die sicher für die Nacht eigentlich andere Pläne gehabt haben. Unmittelbar, oder irgendwann vielleicht einmal. Hiervon handelt diese Bildstrecke, die durch einen Klick auf das Bild gestartet werden kann.

 

Zur Zeit beschäftige ich mich sehr mit dem Thema Fotoreportagen. Insbesondere die multimediale Präsentation von Bildern, verstärkt mit Worten und Tönen, bietet vielfältige und spannende Möglichkeiten, Themen und Inhalte zu transportieren.