Das besondere Bild (für mich)

Klar, irgendwie findet man natürlich alle Bilder gut, die man veröffentlicht. Aber es gibt daneben Bilder, die man besonders gut findet. Und das kann vielerlei Gründe haben, inhaltlich, formal, technisch. Ich habe mir vorgenommen, nun immer dann, wenn ich ein solches Bild gemacht habe, dieses besonders herauszustellen, losgelöst von der Serie, in deren Kontext es vielleicht entstanden und dort nur eines von vielen ist. stillleben

Anfangen möchte ich mit diesem Bild hier. Immer schon war ich fasziniert von den Stillleben der alten Meister, opulent gedeckte Tafeln in oft düsterer Szenerie. Ich verstehe zu wenig von Malerei, um genau sagen zu  können, was genau nun den Reiz dieser Bilder ausmacht, ob es die Lichtsetzung, die Farben oder vielleicht ganz was anderes ist, was ich nicht mal benennen kann. Oder vielleicht war es auch bloß der alte Schinken, der immer bei meiner Großmutter hing und an dem ich mich im wahrsten Sinne des Wortes nicht satt sehen konnte – gezeigt wurde eine ebensolche opulente Tafel mit Obst, Gemüse, Fleisch und Wein. Immer schon hatte ich im Kopf, so etwas mal fotografieren zu wollen bzw. fotografisch nachbilden zu wollen. Wie es der Zufall nun so wollte, kam mir das wieder in den Sinn, als ich jetzt schwerbepackt mit meinen Einkäufen nach Hause kam und ohnehin ein Bild des Tages im Rahmen meines 365-Tage-Projektes fällig war. Material für das Bild hatte ich also genug.  Stellte sich nur die Frage, ob ich es schaffen würde, mit den mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, diese typische, düstere Szenerie nachzustellen. Die Basis hierfür habe ich natürlich mit dem bereits leicht unterbelichteten Foto gelegt. Der Rest musste dann in der Nachbearbeitung erfolgen. Allerdings hielt sich die Bearbeitung in Grenzen, etwas Farbkorrektur, Helligkeit, Kontrast nachgeregelt, Vignettierung hinzugefügt – fertig. Und ich hatte endlich mein Stillleben.

 

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