Supermond über Berlin

supermondKlar, irgendwie findet man natürlich alle Bilder gut, die man veröffentlicht. Aber es gibt daneben Bilder, die man besonders gut findet. Und das kann vielerlei Gründe haben, inhaltlich, formal, technisch. Ich habe mir vorgenommen, nun immer dann, wenn ich ein solches Bild gemacht habe, dieses besonders herauszustellen. Losgelöst von der Serie, in deren Kontext es vielleicht entstanden und dort nur eines von vielen ist.

Der Supermond kommt

Es ist nicht leicht, sich dem Hype um Sonnenfinsternis und Supermond zu entziehen. Und als Fotograf schon gar nicht, versprechen solche Gelegenheiten doch Aussicht auf ein einzigartiges Motiv. Nach dem also die letzte Sonnenfinsternis fotolos an mir vorübergegangen war, wollte ich wenigstens den Supermond auf meinen Chip bannen. Moderne Hilfsmittel machen es (theoretisch) leicht, Vorstellungen von der Bildgestaltung umzusetzen und entsprechend zu planen. So war ich mir schnell klar darüber, dass ich dem aufgehenden Supermond aus westlicher Richtung zu Leibe rücken musste. Ich wollte ihnauf meinem Wunschmotiv mit dem Berliner Fernsehturm kombinieren.
 

Standort- und Kleidungsfragen

Rechtzeitig machte ich mich also auf den Weg zur Siegessäule, die ich als optimalen Standort ersonnen hatte. Es zeigte sich auch, dass es klug war, nicht zu spät zu erscheinen. Denn den gleichen Gedanken hatten neben mir noch zahlreiche Touristen und Fotografen, so dass die enge Aussichtsplattform schnell voll war. Weniger klug war es, dass ich unterschätzt hatte, dass der Winter inzwischen in Berlin Einzug gehalten hatte. So fror ich nicht wenig, während ich auf den Mondaufgang wartete. Das stellte sich dann noch als Schwierigkeit heraus, da ich mangels Möglichkeit, ein Stativ aufbauen zu können, die Fotos aus der Hand machen musste und wegen der Kälte ziemlich zitterte … .
 

supermond in orangeFlexibilität ist gefragt

Trotz intensiver Planung stellte sich auch heraus, dass der Standort nicht optimal war, da der Mond doch weiter entfernt vom Fernsehturm aufging als erwartet. So war aus dieser Perspektive keine Verbindung mit dem Mond formatfüllend möglich . Nach dem ich den allerdings sehr schönen orangeroten aufgehenden Mond abgelichtet hatte, entschloss ich mich weiterzuziehen. Gerade noch rechtzeitig, da der Mond stetig weiter am Nachthimmel empor kletterte und damit auch in der Wahrnehmung zusehends schrumpfte. Aber, ein Bild kam dann doch dabei raus, welches in etwa dem entsprach, was ich mir so vorgestellt hatte. Eine weitere Gelegenheit mit Supermond gibt’s ja erst wieder in 60 Jahren (und das sicher ohne mich). Aber vielleicht tut’s ein normaler Mond ja auch und dafür wird das Bild dann super.
 
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