the milky way – die Milchstrasse

milchstrasseMilchstrasse fotografieren

Fotografieren hat für mich auch etwas von Briefmarkensammeln: da gibt es Marken, die will man unbedingt in seinem Album haben. Und eine Marke mit einer Milchstrasse darauf gehörte unbedingt dazu. Da gibt es ja diesen Spruch von Karl Valentin, der sagte, „es wurde alles schon mal gesagt, nur nicht von mir“. Ich würde das auf die Fotografie und dieses Sujet übertragen und meinen, dass die Milchstrasse zu fotografieren sicher nichts Neues ist, ich aber das eben auch unbedingt mal machen wollte, ja fast musste.

Herausforderungen

Als Großstädter hat man schon vergessen, was sich alles über unseren Köpfen befindet. Schuld daran ist das viele Licht, welches uns ständig umgibt, selbst in der Nacht. Und das führt dazu, dass die vielen Sterne und Himmelskörper für uns gar nicht mehr wahrnehmbar sind. Auf meinem Bild wird das gut deutlich wenn man weiß, dass dass Helle auf dem Foto  der Lichtkegel von Berlin ist. Und ich befand mich ca. 80 Kilometer Luftlinie entfernt von Berlin … . Also musste ich möglichst weit weg von Berlin und anderen künstlichen Lichtquellen. Aber auch natürliche Quellen am Nachthimmel, zu allererst der Mond, musste ich meiden. Daher fiel die Wahl auf eine Neumondnacht.

Eine weitere Herausforderung war das Wetter, das überraschend noch mal sehr winterlich wurde. So stand ich also stundenlang bei Minus 6°C irgendwo in der Uckermärkischen Pampa und nur die Begeisterung für das, was ich da mache, hat mich von innen gewärmt und wahrscheinlich verhindert dass ich erfroren bin. Ok, ich übertreibe etwas. Der See, an dem ich stand war übrigens gefroren.

Erfahrungen

Natürlich sieht der Nachthimmel nicht so aus, wie auf dem Bild dargestellt. Man kann zwar schon erkennen, dass es diese Häufung von Himmelskörpern – die Milchstrasse – gibt, aber erst durch die Bearbeitung ergibt sich dann dieses (für mich mich) beeindruckende Himmelsbild. Entscheidend für spannende Aufnahmen der Milchstrasse sind vier Dinge: der Ort, der Zeitpunkt, die Aufnahmetechnik und die Bearbeitung. Unabdingbar ist eine gute Planung, wofür es zum Glück gute Tools gibt (z. B. Photopills, Karte zur Lichtverschmutzung, Astrologiekarte). Wichtig ist auch ein lichtstarkes Objektiv, und eine Kamera, die einen rauscharmen Sensor hat. Am Ende bin ich schon zufrieden aber denke auch, dass das noch besser geht. Und das bleibt für mich Ansporn für die nächste Neumondnacht.

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