Maramures

Auf nach Maramures!

Nach dem ich vor einigen Jahren bereits Bukarest und Siebenbürgen (Transsylvanien) bereist hatte, wollte ich nun unbedingt auch noch den Norden Rumäniens – Maramures- bereisen. Der Wunsch wurde insbesondere durch viele eindrückliche Bilder von Landschaften und Menschen aus dieser Region geweckt und immer wieder genährt. Außerdem faszinieren mich Gegenden, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint bzw. die Uhren einfach anders gehen. Vielleicht ein Reflex auf unsere schnellebige Zeit zuhause … .

 

Entdeckung der Langsamkeit

Nun war es also soweit und ich reiste eine Woche mit dem Auto und Dachzelt durch die Region Maramures zwischen Baia Mare im Süden und der ukrainischen Grenze im Norden, zwischen Huta im Westen und Borsa im Osten. Hierbei wurden alle meine Vorstellungen von dieser Region erfüllt und übertroffen. An jeder Ecke warten Fotomotive. Maramures hat sein ganz eigenes Tempo, was sich nicht zuletzt an dem Entwicklungsstand dieser Gegend zeigt. Dieser scheint in Teilbereichen viele zig Jahre zurückzuliegen. Wenn man sich also Zeit lässt oder nimmt, um insbesondere auch abseits der Hauptstraßen zu beobachten, wie das Leben seinen Gang geht, dann wird man mit eindrücklichen Erlebnissen belohnt und findet eine Fülle von Bildern, die es auf den Sensor zu bannen gilt.

Eine Zeitreise

Es sind die mal lieblichen, mal schroffen, aber nie langweiligen Landschaften, die die Aufmerksamkeit bannen. Es ist das Leben in den Dörfern, welches längst vergessene Lebens- und Arbeitsformen in den Blickpunkt rückt. Und es sind nicht zuletzt die Menschen, die immer freundlich und zugänglich, oftmals leider aber wegen der Sprachbarriere kaum verständlich sind und in deren Gesichtern abzulesen ist, was es bedeutet, in diesem Landstrich zu leben. Es ist ein sicher arbeitsames, manchmal auch entbehrungsreiches Leben. Wohlstand, wenn es ihn gibt, wird sicher in anderen Kategorien bemessen als bei uns. Die Jahreszeiten und die Natur gestalten auch heute noch den Ablauf des Lebens der Menschen außerhalb der wenigen Städte Maramures. Aussaat und Ernte, Auf- und Abtrieb von Vieh auf die Wiesen der Berge, eingerahmt von den wichtigen Festen der sehr präsenten und für die Menschen bedeutsamen Kirche.

Am Ende war mir klar, dass eine Woche viel zu kurz ist, um die besondere Art des Lebens in Maramures und diese Region in Ihrer ganzen Vielfalt und Schönheit zu erfassen. Da werde ich wohl wieder zurückkehren müssen.

Bis dahin, Mulțumesc și la revedere, Maramureș!

Alle Bilder gibt es hier zu sehen!

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