Herbstgold – unterwegs im herbstlichen Havelland

Indian Summer im Havelland

Ich weiß nicht, ob es das Licht oder das herbstliche Laub war, wahrscheinlich beides zusammen. Auf jeden Fall zauberten diese eine Stimmung hervor, welche nur als wunderschön zu bezeichnen ist. Der blaue Himmel des freundlichen Herbsttages im Kontrast zum goldgelben Laub der Bäume ließ die Landschaft des westlichen Havellandes fast schon kitschig schön wirken. Aber das störte mich nicht weiter. Ich freute mich über die optimalen Bedingungen für einen fotografischen Ausflug an den Gülper See ganz im Westen im Havelland.

Vogelparadies in Brandenburg

Der Gülper See ist Raststätte für viele Vogelarten auf ihrem Weg aus dem Norden hin zu ihren Winterplätzen im Süden. Gänse, Enten, Kraniche und viele Arten mehr sind hier in sehr großer Anzahl, tausendfach zu treffen. Aber auch Vögel, die nicht auf der Durchreise sind, findet man hier in reichlicher Anzahl. So konnte ich auch Silber- und Graureiher beim Fischen oder Kormorane beobachten. Nun bin ich kein Ornithologe, aber die Vögel hier in so großer Zahl zu beobachten und fotografieren zu können war schon toll. Für Vogelfreunde ist der Gülper See hingegen das Paradies, so dass diese hier auch zahlreich anzutreffen sind.

 

Übernachten in freier Wildbahn

Neben der Fototour hatte ich aber auch noch eine andere Mission: Alleine mit dem Dachzelt unterwegs zu sein und zu übernachten. Denn so konnte ich schon ganz früh morgens fotografieren. Das stellte tatsächlich eine Herausforderung für mich dar. Denn obwohl ich bereits vor kurzem mit dem Dachzelt in Rumänien unterwegs war, muss ich mir die Komfortzone in der freien Wildbahn noch erarbeiten. Überall raschelt es und es gibt Geräusche, die man nicht zuordnen kann. Und hier am Gülper See im Havelland kam noch das aufgeregte Geschnatter der vielen Enten und Gänse hinzu (Gänse am Gülper See). Noch ist beim Schlafen im Dachzelt ein Gefühl der Unsicherheit und der Schlaf entsprechend flach. Obwohl das Schlafen im Dachzelt in der freien Natur, also abseits von Campingplätzen, ein schönes Erlebnis im Kontrast zum normalen Leben in der Stadt darstellt. Gewissermaßen „back to the roots“. Übrigens, die Idee und die Begeisterung für das Dachzelt stammt von meinen Trip im Mai des Jahres nach Namibia / Botswana.

 

Alle Bilder gibt es hier zu sehen.

 

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