Berliner Stadtfluchten – kommen Sie mit!

Stadtflucht

Der Berliner an sich neigt am Wochenende zur Stadtflucht. Da wird der Kofferraum vollgeladen, Kind und Kegel eingepackt und sich auf den Weg in das Ländliche rund um Berlin gemacht. Wenn man mal den betrüblichen Umstand außer Acht lässt, dass man überhaupt das Gefühl hat, dieser Stadt entfliehen zu müssen, so gibt es doch auch etwas Gutes zu vermelden: Egal wohin ich auch fahre, nach Nord, Süd, Ost oder West, eigentlich ist es überall schön. Meistens ist es waldreich, oft auch in Verbindung mit zahlreichen Gewässern. So kommen Wanderfreunde und Wassersportler, Ruhe- und Erholungsuchende auf Ihre Kosten und können der geschundenen Großstädterseele etwas Gutes tun.

 

Raus aus der Stadt, rein in die Natur und ins Dachzelt

Auch ich gehöre zu diesen Flüchtenden. Des Lärms, der Hektik und des Drecks überdrüssig, zieht es mich in meiner freien Zeit nach draußen. Raus aus der Stadt, fast egal wohin. Und auch das Wetter spielt nur bedingt eine Rolle, denn so lange es nicht dauerhaft regnet, gibt es keinen Grund, nicht die Schönheiten des Umlandes zu entdecken und zu genießen. Tatsächlich macht das weniger gute Wetter die Sache noch reizvoller, weil man dann die Schätze der Umgebung fast für sich hat. So wie an diesem Wochenende. Da ging es raus nach Norden ins Brandenburgische, fast schon Mecklenburg-Vorpommern. Und um den Genuss perfekt zu machen, habe ich die Nacht im Dachzelt verbracht. Bei kuscheligen 1°C.

 

Der Große Stechlinsee

Vom Stechlinsee hat wohl jeder schon einmal etwas gehört. Und sei es nur, weil ein berühmter „Wanderer“ – Theodor Fontane – diesen besucht und in seinen Werken thematisiert hat. Doch schon bald nach dem man das obligatorische Fontanehaus nebst Gedenktafel hinter sich gelassen und man auf den See trifft, erschließt es sich einem auch von selbst, was den Reiz dieses Sees ausmacht. Es ist das unglaublich klare Wasser, eingebettet in eine wundervolle Waldlandschaft. Der Weg um den See (ca. 18 km) zieht sich in weiten Bögen um das Wasser. Und man erlebt das totale Kontrastprogramm zur Stadt. Die Spuren von Wildschwein, Specht und Biber zeigen dem entflohenen Städter, dass man See und Wald nicht für sich alleine hat. Völlig unverständlich, wie man damals hier ein Kernkraftwerk errichten konnte. Auch wenn dieses seit fast 30 Jahren stillgelegt und im Rückbau ist. Aber das trübt die Freude an der Natur nur kurz. Bei Temperaturen um die 4°C nehme ich mir vor, auf jeden Fall noch einmal im Sommer wieder zu kommen, um dann vollends in die Natur – und den See – einzutauchen.

Alle Bilder gibt es hier zu sehen.

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