Mit dem Dachzelt durch die Pyrenäen

Weite Anreise

Die Pyrenäen sind weit weg von Berlin (ca. 1.700 Km) und es stellt sich die Frage, ob man für die Reise durch eine Gebirgslandschaft so eine lange  Anfahrt in Kauf nehmen sollte. Die Alpen sind schließlich viel näher und vergleichbar hoch. Und tatsächlich ist es, bezogen auf die Berge, manchmal fühlt man sich auch erinnert an die Bergwelt der Alpen. Wenn man allerdings den WEg schon zum Ziel der Reise macht, wie das typischerweise bei einem Roadtrip der Fall ist, dann ist die Antwort auf diese Frage zur Anreise relativ schnell und eindeutig mit ja beantwortet. Zumal, wenn man den Weg durch die Schweiz, die Provence und entlang der Mittelmeerküste wählt. Ganz sicher weiß ich jedoch, dass eine Reise durch die Pyrenäen, zumal im Dachzelt, unbedingt lohnend ist.


Zwischen den Meeren

Die Pyrenäen ziehen sich von einer Küste  zu einer anderen, vom Mittelmeer bis zum Atlantik. Ein Roadtrip mit einer solchen Route klingt schon abenteuerlich. Ihre Gipfel sind ähnlich hoch, wie die der Alpen und zeigten auch im April / Mai noch reichlich Schneefelder. Die Pässe über diese Berge sind Schauplätze dramatischer Wettkämpfe im Radrennsport. Der nördliche Teil des Gebirges gehört zu Frankreich, der südliche zu Spanien. Und mittendrin gibt es noch den Zwergstaat Andorra, den man besuchen kann, aber nicht unbedingt muss, da er sich grundsätzlich eher wenig unterscheidet vom Rest. Es sei denn, man steht auf Shopping, dann lohnt ein Trip auf jeden Fall, denn dort ist Vieles doch um einiges günstiger, als in den beiden anderen Pyrenäenländern.


Mit dem Dachzelt unterwegs

Die touristische Infrastruktur ist für einen Dachzeltreisenden sehr gut. Campingplätze gibt es in ausreichender Anzahl und guter Ausstattung. Wobei vielleicht die französische Seite noch etwas besser aufgestellt ist. Wenn man in der Vorsaison unterwegs ist, dann hat man die Campingplätze meistens sogar für sich allein. Aber man ist gut beraten zu prüfen, ob der Campingplatz der Wahl tatsächlich auch bereits schon geöffnet ist. Die Preise sind sehr zivil. Selten zahlt man mehr als 12 Euro pro Fahrzeug und Person. Die Pyrenäen bieten aber auch gute Möglichkeiten, auch mal abseits eines Campingplatzes zu stehen und dabei in den ganz besonderen Genuss toller Umgebungen zu kommen, die das Dachzelten ja erst so reizvoll machen. Mal direkt an einem Fluss stehen, mal zu Füßen einer Burgruine … . Allerdings sollte man sich immer auch an die örtlichen Bestimmungen halten udn im Zweifel sich vorher kundig machen.


Überwältigende Natur

Die Natur ist überwältigend schön und aufregend, ein Genuss für Augen, Ohren  und auch die Nase. Mit Bären, Wölfen und auch Geiern leben dort Tiere, die so nicht überall in Europa zu finden sind und gleichzeitig der Reise noch einen Schuss Exotik und Abenteuer bescheren. Die Straßen winden sich in nicht enden wollenden Kurven hoch und runter. Meistens sind sie schmal, manchmal noch schmaler. Da hofft man darauf, dass einem nichts entgegen kommt. Mal führen die Straßen durch dichten Wald, mal bewegt man sich oberhalb der Baumgrenze. Die oft historischen Orte schmiegen sich malerisch an die Berge, Burgen, Schlösser und Kirchen – nicht selten auch als Ruine – thronen über alledem. Das sind wundervolle Anblicke und ließen mich oft anhalten, um diese als Erinnerung im Bild festzuhalten.

Wer mag, kann die ganze Reise hier nachverfolgen: https://www.polarsteps.com/sichtbarkeiten/1496843-sudfrankreich-und-pyrenaen

Die meisten Bilder sind mit dem Smartphone entstanden, ganz nach dem Motto, die beste Kamera ist die, die man dabei hat. Nur selten habe ich auf die DSLR oder die Drohnenkamera zurückgegriffen. Alle Bilder gibt es hier zu sehen.

Und wer lieber bewegte Bilder sieht, hier gibt es ein kurzes Video mit Eindrücken aus den spanischen Pyrenäen:
https://www.youtube.com/watch?v=SfFcnitp9RE&list=PLEtEKmmTB2Xd4GTNRGS9nxmsl8Qjj2o0U&index=2&t=0s

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